2. Juli 2011
Es ist nicht die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Jeder hat seine Schatzkiste:
Wie sieht sie aus, wo ist ihr Platz?
Wie ist sie erreichbar?
Bei einem ist es eine Schublade wie früher als Kind. Da sind seine besten Sachen drin.
Bei dem anderen muss die Kiste blechern sein. Man kann sie nicht abschließen.
Oder: Sie ist kein Stück, sie ist im Bauch drin. Dort bekommt er ein gutes Gefühl.
Oder sie ist wie eine CD-Sammlung:
„Da kommen Sachen zu Tage, wo ich nicht mehr wusste, dass ich sie noch habe.“
„Eine Holzkiste, wunderschön, ohne Schloss, aber mit einer Öffnungsraute, leicht zu öffnen. Innen ist sie mit Samt, und sie ist ganz nah bei meinem Herzen.“
In diesen Schatzkisten, die die Teilnehmer völlig unterschiedlich beschreiben, jeder nach seiner Art, jeder nach seiner Erfahrung, jeder nach seiner Fantasie, sind unendlich viele Schätze verborgen:
„Zeit und Fähigkeit zum Träumen.“
„Ich kann lachen, ich kann lernen.“
„Ich habe Zeit, ich bin stolz.“
„Schöne Erinnerungen. Ich vertraue mir. Mut zum Neubeginn.“
„Ich mag mich. Menschen, die mir wichtig sind.“
„Das kann ich gut.“
„Sicherheit – Geborgenheit in der Familie.“
„Fähigkeit zum Genießen.“
„Erfahrungsschätze.“
„Ich kann loslassen.“
„Kleine Momente. Die Fähigkeit, danke zu sagen.“
„Ich lebe.“
„Gefühle zulassen.“
Alles was uns gut tut, ist selten Gegenstand bei Partygesprächen. Hier erzählen wir uns Arztgeschichten, wie es uns geht, von Skandalen und vom Leid. Kaum schöne Dinge, kaum von einem guten Bauchgefühl.
Wir sind ungeübt, unsere Aufmerksamkeit auf schöne Dinge zu richten, positiv zu denken. Aber das ist wichtig. Wir können uns die Umstände nicht immer aussuchen, wie wir mit ihnen umgehen schon.
Also lasst es uns üben:
Machen wir uns, machen wir unserem Partner Komplimente.
Erinnern wir uns täglich an einen Inhalt aus unserer Schatzkiste.
Üben wir uns darin, positiv zu denken.



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