5. Juli 2010
An unserem letzten Gruppenabend vor Beginn der Sommerpause haben wir uns im Anschluss an einen sehr informativen Vortrag eines Mitgliedes und über das Thema:
„Macht eine belastete Seele einen kranken Körper? Psychische Belastungen und ihre Auswirkungen auf Körper und Gesundheit.” unterhalten.
Alle Anwesenden konnten aus ihrer eigenen Erfahrung berichten, wie ihr Körper, wenn die Anspannung zu groß wurde, erst mit Alarmsignalen zum Beispiel Müdigkeit und Schmerzen, und dann mit Protest, das heißt mit ernsthaften Erkrankungen, reagierte.
Unser fachkundiges Gruppenmitglied nannte als gemeinsames Merkmal dieser Überlastungssituationen den Dys-Stress. Im Gegensatz zum Eu-Stress setzt schädlicher Stress Reaktionen des Körpers *) in Gang, die auf Organe,zum Beispiel Teile des Gehirns, schädigend wirken und auch das Immunsystem schwächen.
Wichtigste Gegenmaßnahmen sind:
- Ein geregelter Tageslauf mit einem regelmäßigen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, auch dann, wenn wichtige Dinge zu erledigen sind.
- Körperliche Bewegung,am besten durch Sport, wie Radfahren oder auch Tanzen. Lustvolle körperliche Bewegung wirkt den schädigenden Körperreaktionen auf deren Ebene entgegen.
- Freundlicher Umgang mit sich selbst und den eigenen Fehlern.
- Das bewusste Genießen, auch kleiner Annehmlichkeiten. Die Pflege von sozialen Kontakten insbesondere innerhalb der Partnerschaft.
- Bei psychischer Überlastung, empfahl unser sachkundiges Gruppenmitglied, sich um professionelle Hilfe wie zum Beispiel Psychotherapie zu bemühen.
- In diesem Zusammenhang sind auch Selbsthilfegruppen und professionell begleitete Gruppen zu nennen.
- Alle Gruppenmitglieder betonten, dass der Besuch unserer Gruppenabende für sie eine wichtige Möglichkeit der Entlastung und der Stärkung bedeutet.
*) Es handelt sich um Reaktionen der Organe (Muskeln, Herz, usw.), des Nervensystems und des Endokrinen Systems (biochemische Botenstoffe), die in einem sehr komplizierten Netzwerk von Reaktion, Aktion, Hemmung und Gegenhemmung gemeinsam unsere psychisch-körperlichen Prozesse steuern. Es geht darum, den Tageslauf so zu gestalten,dass ein im ganzen „gesundes“ Gleichgewicht entsteht.



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Der folgende Kommentar wurde am am 25.6. zu der Einladung der obigen Treffens abgegeben. Da er uns wichtig erscheint, haben wir ihn nach hier verschoben. Er ginge sonst verloren!
Anmerkung der Redaktion.
Das Thema des Treffens am 30.6. finde ich sehr interessant. Ich bin überzeugt davon, dass psychische Probleme den Körper krank machen. Ich selbst kann ein Lied davon singen. Während meiner jahrelangen Therapie habe ich erkannt, wie sehr sich Körper und Geist gegenseitig beeinflussen und wie abhängig wir doch davon sind. Es ist wie eine Waage, die man im Gleichgewicht halten und gleichzeitig aber auch getrennt voneinander sehen muss. Das ist schwierig und ein langwieriger Prozess. Ein erster Schritt ist aber schon getan, wenn man den Zusammenhang erkennt und diesen für sich bewusst wahrnimmt. Dann kann die Arbeit am eigenen Selbst erst so richtig beginnen.
liebe grüße.
Anne
5. Juli 2010
02.
[...] Wir wissen, dass der Stress, der unseren Alltag beherrscht, krank macht, Beziehungen gefährdet, die Lösung von Problemen erschwert und unsere Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. [...]
Entschleunigung, lebensnotwendig oder Urlaubstraum? | br-systemberatung.de
5. Juli 2010
03.
[...] Schabbat, der Sonntag und Johmeh der islamische Freitag ist ein wichtiger Teil heilsamen Lebens. Regelmäßiger Sport, bei dem die Freude an der Bewegung und nicht die Leistung im Vordergrund stehe…. Minuten-Pausen in der Arbeit, Denkpausen vor Entscheidungen sind [...]
Entschleunigung | Langsam bringt eher ans Ziel / AUF>RICHTUNG E. V. - Initiative zur Insolvenzbewältigung
5. Juli 2010
04.
Passend zum Thema, Stress Burn-Out, Entschleunigung gibt es zwei aktuelle Pressebeiträge.
Die Wochenzeitung “Die Zeit” N°.28, bringt auf Seite 21 einen Artikel mit der Überschrift “Arbeiten bis der Arzt kommt. Der Burn-Out wird zur Volkskrankheit.”
Die “Süddeutsche”bringt in ihrer heutigen Ausgabe einen Beitrag mit dem Titel: “Psychisch krank im Job. Der Stress haut Arbeitnehmer um.” http://www.sueddeutsche.de/karriere/psychisch-krank-im-job-der-stress-haut-arbeitnehmer-um-1.972266
Beide Presseartikel empfehle ich Ihre Aufmerksamkeit.
Eberhard Bohrisch
9. Juli 2010
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