27. Mai 2010
Wenn ich merke, dass das Insolvenzverfahren seinen geregelten Gang nimmt, ich aber mit der Situation und mir selbst nicht mehr klar komme, wie finde ich dann kompetente Gesprächspartner und Psychotherapeuten?
Bei einer Informationsveranstaltung für Ärzte und Psychotherapeuten einer psychosomatischen Fachklinik, bei der wir die Ziele unseres Vereins vorstellten, ergab sich die Frage, wie Betroffene, die infolge ihres wirtschaftlichen Scheiterns sich ohne hin wenig zutrauen, vor Ort geeignete psychologische Beratung und Psychotherapie finden können. Wir nehmen das zum Anlass, einige Ratschläge und Informationsquellen darzustellen.
Ihre Hausärztin und Ihr Hausarzt
Pfarrerinnen und Pfarrer
Die örtliche Telefonseelsorg
Öffentliche Beratungsstellen
Befreundete Frauen und Männer,
zuletzt genannt aber besonders wichtig!
- Adresse und Telefonnummer Ihrer Hausärztin und Ihres Hausarztes kennen Sie natürlich.
- Ebenso verhält es sich mit Adresse und Telefonnummern von Pfarrämtern, wenn nicht, finden Sie das Nötige im Telefonbuch. Viele Gemeindemitarbeiter, natürlich auch die im Pfarrdienst, haben neben der theologischen auch eine beraterische und therapeutische Seelsorge-Ausbildung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelisch-katholischen Telefonseelsorge sind für ihren Dienst am Telefon sorgfältig ausgebildet. Hinzu kommen therapeutischer Fachkräfte. Sie erreichen die Telefonseelsorge über die folgenden bundesweit gültige
Telefonnummern: 0800/111 0 111 ·| 0800/111 0 222.
Dort können Sie sich über andere Hilfsmöglichkeiten informieren lassen. - Die örtlichen Beratungsstellen der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände sowie der Landkreise und Gemeinden finden Sie mit Sicherheit im Telefonbuch. Ansonsten kann ich Ihnen das interaktive Verzeichnis der Beratungsstellen in Deutschland empfehlen, das von der DAJEB herausgegeben wird. Sie finden es unter folgender Adresse:
http://www.dajeb.de/bfonline2.htm . - Ich persönlich würde ohnehin befreundete Menschen als erste fragen, in der Annahme, dass sie mit ähnlichen Schwierigkeiten im Leben zu kämpfen haben wie ich selbst.
- An letzter Stelle genannt, aber sicher nicht die schlechteste Möglichkeit, ist, das sie Sie in eines unserer Gruppentreffen kommen, was natürlich nur geht wenn Sie in unserer Region leben. Ansonsten können Sie von unserem Internetblog Gebrauch machen oder uns anrufen.
Ich hoffe, dass diese Informationen Ihnen weiter helfen!
Eberhard Bohrisch



Kommentare >
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Ich kann aus eigener Erfahrung nur Mut machen, es lohnt sich zu kämpfen und vor allem sich Hilfe zu suchen. Nicht aufgeben!
Irgendwie kommt von Irgendwoher eine Lösung
Freya Terving
7. Juni 2010
02.
Bin beeindruckt von diesem Artikel! Ich freue mich sehr auf die Möglichkeit, diese kompetente Zusammenfassung lesen zu können.
Herzliche Grüße! Wilhelmine
Wilhelmine
1. Juli 2010
03.
Liebe Wilhelmine,
herzlichen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung!
Mit freundlichen Grüßen
vom Team der Auf-Richtung e.V.
Bärbel Rapp
2. Juli 2010
04.
Ich habe 2 sehr “aufrichtende” Wochen im Krankenhaus Marienwörth / Bad Kreuznach verbracht nach Veranlassung durch die Hausärztin. Dort gibt es eine Abteilung “Akut-Psychosomatik: http://www.st.marienwoerth.de/Akutpsychosomatik.68.0.html.
Es besteht dort auch die Möglichkeit direkt anzurufen und Hilfe zu suchen!
Eine 2-wöchige “Kur für die Seele” mit Sport, Entspannungsstunden, Gruppen- und Einzelgesprächen, Ergotherapie, Ernährungs- und Lebensberatung stärkt nicht nur den Körper, sondern tut besonders dem Gemüt sehr gut!
Nach der Entlassung mit einem umfangreichen Arztbericht in der Hand fand ich dann schnell durch meine Hausärztin eine Therapeutin und werde dort ab Herbst eine mehrmonatige ambulante Therapie starten.
Aber – bereits die kurze Zeit im Krankenhaus und das dort gewonnene neue Selbstwertgefühl hilft mir jetzt schon sehr viel bei der Bewältigung meines täglichen Lebens.
Ich kann nur jedem raten: SUCHT EUCH HILFE – gegen Schuldgefühle, gegen Ängste, gegen burn out, gegen Mutlosigkeit, gegen Depressionen – es fühlt sich so gut an, wieder frei durchzuatmen und sich im Spiegel anlächeln zu können!
Angelika
4. August 2010
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