31. Dezember 2009

Nach der Festtagsruhe und den alljährlichen guten Vorsätzen zum Jahreswechsel schlage ich vor, dass wir froh in den Alltag zurückkehren. Dort könnten wir Neues erproben und neue Wege einschlagen.

Die Feste sind gefeiert. Was bleibt sind die Erinnerungen an hoffentlich schöne Tage, an eine Zeit außerhalb des Alltags mit seinen Problemen und seinen Aufgaben.

Gute Vorsätze wurden gefasst, beinahe wie jedes Jahr. Gute Vorsätze und Feiertage scheinen sich zu lieben. Wir blicken gerne auf sie zurück, wenn wir wieder im Alltag sind. Manchmal träumen wir, wie es nächstes Jahr wieder sein wird, mit der Freude, der Ruhe und den guten Vorsätzen,

Es scheint als hätten Feiergefühle, Zeiten der Muße und die feste Absicht vieles ganz anders zu machen, in unserem Alltag keinen Ort. Hier herrscht „Realität“, die raue Wirklichkeit. „Du wirst schon sehen, das geht nicht so einfach!“

Vielleicht liegt das Problem darin, dass wir in unserer Kultur Arbeit und Freude trennen, vertrieben aus dem Paradies, eine Strafe: „Im Schweiße Deines Angesichts!“

Psychologisch gesehen ist das falsch! Lernen und Arbeiten sind nur dann erfolgreich, wenn sie mit Genuss verbunden sind, wenn sie Freude machen! Es ist wichtig zu verstehen, dass Probleme und Aufgaben, die ich erfolgreich bewältige, mir zu einem Glücksgefühl verhelfen. Äußere Zustimmung und der  für unser Leben notwendige Lohn sind nicht entscheidend. Gute Vorsätze sollten durch neues Tun ersetzt werden. Neues Handeln, das zufrieden und glücklich macht, wieder einen Schritt weiter gekommen zu sein!

An unseren Schulen und Arbeitsplätzen ist das anders. Nicht meine Freude an der Arbeit zählt, sondern die erreichte Note, die erreichte Arbeitsmenge. So bleibt mir nichts anderes als mich wieder auf die Ausnahmesituation der Festtage zu freuen, gute Vorsätze zu fassen und danach wieder in den Alltag zurückzukehren.

Ich schlage vor, dass wir nach diesen Feiertagen froh in den Alltag zurückkehren. Dort könnten wir Neues erproben, neue Wege einschlagen und neue Glücksmomente erleben.

Es sei denn, wir halten an guten Vorsätzen fest!
Der Bergsteiger der nicht loslässt, bleibt hängen!

Autor.in >

ebohrisch
Eberhard Bohrisch

Diplom-Psychologe, Familientherapeut (IPF) Master Systemischer Coach (ECA) Lehrtrainer und Lehrcoach (ECA)

Kommentare >

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben >


Comment Spam Protection by WP-SpamFree