15. Dezember 2009
Das Feiern mit Familie und Freunden gehört einfach zu Silvester dazu. Was aber machen denn die Haushaltskasse wenig Raum lässt? Hier der Vorschlag für ein Silvesterbuffet für 10 Personen dessen Preis sich, je nach Geschicklichkeit beim Einkauf ohne Getränke, bei 3,50 € bewegt.
Wenn es ihm gefällt, viel Spaß beim Vorbereiten und Feiern! Auch über eine Rückmeldung wie es geklappt hat würden wir uns freuen.
Silvester-Buffet für 10 Personen
Preis ohne Getränke: Pro Person: ca. 3,50 €
- 1. Fladenbrot
- 2. Knoblauchbutter
- 3. Tabouleh
- 4. Fleischbällchen
- 5. Kräuterquark
- 6. Bunte Gemüseplatte
- 7. Schmortopf
- 8. Broccolicremesuppe
- 9. Orangen-Zwieback-Tiramisu
1. Fladenbrot
1 kg Weizenmehl, 2 Päckchen Trockenhefe, 1 Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Zucker, 4 Esslöffel Olivenöl, 500 ml warmes Wasser
Eigentlich muss man bei Trockenhefe ja keinen Vorteig machen. Ich lasse die Hefe trotzdem erstmal „wach“ werden. Dazu drücke ich eine Mulde in das Mehl (die Schüssel sollte groß genug sein), in die Mulde wird der Zucker gestreut, darüber die Trockenhefe und dann wird vorsichtig das warme Wasser in die Mulde gegossen.
Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 20 min stehen lassen bis die Hefe schön aktiv ist. Dann das Olivenöl zugeben und gut kneten. Wieder zudecken und ruhig bis zu 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Nochmal kurz durchkneten und 6 2 cm dicke Fladen formen. Bei 180° C backen bis sie hellbraun sind.
2. Knoblauchbutter
250 g Butter, 1Teelöffel Salz, 1 Knoblauchzehe
Einfach aber lecker, besonders zu dem frischen Fladenbrot.
Die Butter weich werden lassen und mit Salz und zerdrücktem Knoblauch (nach Geschmack) mischen.
3. Tabouleh
250 g Bulgur, 150 ml Zitronensaft, 4 Tomaten, 1 Salatgurke, 1 Bund Frühlingszwiebeln, 1 Bund Petersilie, 4 Esslöffel getrocknete Pfefferminze, 8 Esslöffel OlivenölSalz , Pfeffer
Dieses Gericht gibt es in zahllosen Varianten. Wichtig ist dabei die Pfefferminze, am besten frische. Da das aber um diese Jahreszeit schwierig ist, tut es getrocknete auch. Bulgur ist vorgekochter, getrockneter und zerstoßener Weizen. Man bekommt ihn in türkischen Lebensmittelläden, aber auch in vielen Drogeriemärkten. Den Bulgur in reichlich Salzwasser aufkochen, 15 min ziehen lassen und durch ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen. In einer Schüssel mit dem Zitronensaft mischen und 1 Stunde ziehen lassen.
Tomaten waschen und in Würfel schneiden. Die Gurke schälen und in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen, putzen und klein hacken. Petersilie waschen, fein hacken (ebenso die Pfefferminze, wenn es frische ist). Das Gemüse, die Kräuter und das Olivenöl zum Bulgur geben, gut mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Fleischbällchen
500 g Hackfleisch, gemischt, 1 Zwiebel100 g Haferflocken1 Ei, 1 Teelöffel scharfer Senf, 1 Esslöffel Ketschup, Salz, Pfeffer, Etwas Olivenöl
Der Buffet-Klassiker. Mag doch jeder, oder? Ich habe eine Variante gewählt bei der man weder zufällig alte Brötchen im Haus haben muss, noch gekochte Kartoffeln vom Vortag (Resteverwertung!). Semmelbrösel statt Haferflocken geht übrigens auch. Wenn sie jetzt denken, wie 10 Leute von 500 g Hackfleisch satt werden sollen, kann ich nur sagen: gar nicht, es gibt ja noch was anderes zu Essen. Falls die sich Sorgen machen, dass es nicht reicht, machen sie halt die doppelte Menge. Man kann die Fleischbällchen gut einfrieren. Die Zwiebel kleinschneiden und in etwas Olivenöl glasig schwitzen. Alle Zutaten gut mischen und etwas ruhen lassen, damit die Haferflocken quellen können. Kleine Bällchen formen (geht am besten mit nassen Händen)und in Olivenöl braten bis sie schön braun sind.
Schmecken sowohl warm als auch kalt.
5. Kräuterquark
500 g Magerquark, 500 g fettarmer Joghurt, ½ Teelöffel Salz, 1 Beutel gemischte Tiefkühl-Kräuter
Man kann natürlich auch frische Kräuter nehmen, besonders wenn man noch selber welche im Garten oder auf der Fensterbank hat. Quark und Joghurt in einer Schüssel glattrühren, die Kräuter untermischen und mit Salz abschmecken.
Der Quark ist als Dip für die Gemüseplatte gedacht, passt aber auch gut zu dem Brot und den Fleischbällchen.
6. Bunte Gemüseplatte
Ok, das ist eigentlich kein Rezept. Es geht nur ums waschen, putzen, schnibbeln und dekorativ auf eine Platte legen. Aber mit dem Quark ist es echt lecker, man kann den ganzen Abend immer mal wieder was knabbern. Das ist allemal vitaminreicher und fettärmer als Chips und Salzstangen.
Nehmen sie einfach das Gemüse, das gerade im Angebot ist, z.B.:
Möhren, Gurke, Paprika, Chicoree, Kohlrabi
Man kann alles Gemüse bis auf Bohnen gut roh essen (naja, Rosenkohl geht zwar auch, würde ich persönlich aber nicht nehmen). Am besten ist es wenn es schön bunt ist.
7. Schmortopf
1 kg Schweinegulasch, 1kg Kartoffeln, 1 kg Zwiebeln, 250 ml Weißwein, 250 ml Wasser, 1 Gemüsebrühwürfel, 1 Teelöffel Kräuter der Provence, 1 Prise Salz, Pfeffer nach Geschmack, Olivenöl
Am besten geht der Schmortopf wenn sie einen Bräter haben, wenn nicht, kann man das Fleisch auch in einer Pfanne anbraten und dann ich eine Auflaufform umfüllen, die man mit Alufolie abdecken kann wenn sie keinen Deckel hat. Die Kartoffel schälen und grob würfeln (sollten etwa dieselbe Größe wie das Fleisch haben). Die Zwiebeln schälen und achteln. Etwas Olivenöl in den Bräter geben und das Fleisch im heißen Fett anbraten. Zwiebeln und Kartoffeln dazugeben und kurz mit anbraten. Mit Weißwein ablöschen, Wasser, Brühwürfel, Kräuter, Salz und Pfeffer dazugeben.
Mit Deckel im Backofen ca. 2 Stunden (macht auch nichts wenn es 3 sind) bei 120°C schmoren.
8. Broccolicremesuppe
1 kg Broccoli, 1 Zwiebel, 1,5 l Gemüsebrühe, 1 Zitrone, 20 g Butter, 1 Becher Schmand, Salz, Pfeffer
Ich fand Broccoli passt ganz gut, erstens ist es ein typisches Wintergemüse und zweitens ist es ein gutes Beispiel wie verschwenderisch mit manchen Lebensmitteln umgegangen wird. Oft werden nur die Röschen benutzt und der Rest weggeworfen. Für die Suppe nutzen wir so gut wie alles, der Abfall ist minimal. Die Zwiebel schälen, würfeln und in der Butter anschwitzen. Den Broccoli waschen die Röschen abschneiden, ebenso Blätter falls noch welche am Strunk sind. Den Strunk schälen und würfeln. Alles zu der Zwiebel geben, mit Gemüsebrühe ablöschen und 15 min köcheln lassen. Den Saft der Zitrone und den Schmand dazugeben und pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
9. Orangen-Zwieback-Tiramisu
24 Zwiebacke, 2 kg Orangen (mindestens 1 davon unbehandelt), 50 ml Orangenlikör, 1 kg fettarmer Joghurt, 800 g Crème Fraîche, 200 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker
Joghurt und Crème Fraîche glatt rühren. Den Zucker, Vanillezucker und die abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange untermischen. Die Orangen filetieren, den Saft dabei auffangen und auch die Reste gut ausdrücken, damit möglichst aller Saft verwendet werden kann. Den Orangensaft mit dem Orangenlikör mischen. In einer geeigneten Form (am besten eine rechteckige Schüssel mit flachem Boden) die Zutaten schichten. Erst eine Schicht Zwieback mit Orangensaft beträufeln, Orangenfilets verteilen, dann eine Schicht Joghurtcreme u.s.w. Im Kühlschrank mindestens 6 Stunden durchziehen lassen.
Wer das Geld für unbehandelte Orangen sparen möchte lässt die Orangenschale einfach weg. Ähnlich mit dem Orangenlikör. Wenn ich weiß, dass ich den Likör sonst nie benutze würde ich nur für dieses eine Rezept keine ganze Flasche kaufen. Das Tiramisu schmeckt auch alkoholfrei.
Beim Orangen filetieren ist das Wichtigste ein gutes, richtig scharfes Messer. Wer es noch nie gemacht hat, lässt es sich am besten von Jemandem zeigen, der es kann.



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